Veranstaltungsreihen

Im Rahmen des IfP werden regelmäßig Veranstaltungen angeboten. Drei Veranstaltungsreihen stellen wir hier näher vor: 
  • couchKultur: "Bilder der Seele" - Psychoanalyse als Lebenswissenschaft  (öffentlich)
  • Rittmeister-Vorlesungen (öffentlich)
  • Behandlungspraktische Werkstatt: "Dem/der Psychoanalytiker/in über die Schulter geschaut" (intern)



Couchkultur: "Bilder der Seele" - Psychoanalyse als Lebenswissenschaft 

Die Reihe couchKultur findet in den Räumen des Institutes für Psychotherapie Berlin statt und ist ein interdisziplinäres Forum zum Austausch zwischen psychoanalytischen Wissenschaften, Kunst, Musik, Natur- und Geisteswissenschaften. Sie wurde 2007 von Dr. med. Bernhard Haslinger begründet und bis Anfang 2013 organisiert und geleitet.

Es ist eine öffentliche Veranstaltung, zu der alle Interessierten - explizit nicht nur Fachpublikum - eingeladen sind. Der Grundgedanke ist, wissenschaftliche Theorien über „das Seelische“ mit der direkten sinnlichen Erfahrung in Kunst und Musik zu verknüpfen. Die Grenzgebiete zwischen den Bereichen, die Leerstellen und Zwischen-Räume sind es, die interessieren, das Sagbare soll - so das Konzept - immer auch mit dem Unsagbaren, dem unmittelbar Erfahrbaren verknüpft werden.

CouchKultur
ist ein Forum für alle Wissenschaften: die „Bilder der Seele“, die sich thematisch als roter Faden durch die Reihe ziehen, werden aus den unterschiedlichen Perspektiven der Referenten und Künstler beleuchtet und sollen zum lebendigen Austausch anregen.

Eingeladen werden Künstler, Musiker, Wissenschaftler und Praktiker aus Bereichen der Psychoanalyse, Philosophie, Literatur, Kunsttheorie, Geschichte, Medizin, Neurowissenschaften, Religionswissenschaften und anderen. An jedem Abend gibt es einen künstlerischen Teil (Konzert, Kurzfilm, Performance etc.) und einen kurzen theoretisch-essayistischen Teil. Eine Auswahl früherer couchkultur-Themen finden Sie unten auf dieser Seite.

Das Institut für Psychotherapie ist seit über 60 Jahren in Berlin ein Ort des wissenschaftlichen Austausches, der Fortbildung und Forschung sowie der Weiterentwicklung psychoanalytischer Theorien und deren Anwendung. Die Psychoanalyse wird über ihre therapeutische Bedeutung hinaus als Lebenswissenschaft verstanden, die den Menschen in seinem individuellen, sozialen und kulturellen Wesen versteht und ihn zur Weiterentwicklung, Selbstwerdung, Individuation anregen kann.

Die "couchKultur" ist eine Veranstaltung des IFP, bei der man auch mitmachen kann! Mitglieder und Aus- und Weiterbildungsteilnehmende sind herzlich eingeladen, sich mit Ideen, Vorschlägen, Wünschen, Beiträgen in Planung, Organisation und Durchführung einzubringen. Bei Interesse bitte einfach an u.a. email-Adresse schreiben, bzw. sich im Sekretariat des IFP melden.

Die nächsten Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

Reihe couchKultur
Kontakt: couchkultur@ifp-berlin.de


Rittmeister-Vorlesung

– Psychoanalyse – politische Verantwortung –

John F. Rittmeister hat vom 1. September 1939 bis zu seiner Verhaftung die Poliklinik des „Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie“ geleitet. Als Mitglied der Widerstandsgruppe um Schulze-Boysen und Harnack wurde er am 13. Mai 1943 in  Plötzensee hingerichtet.
Anlässlich des 50. Jahrestages der Ermordung von J.F. Rittmeister gründete sich 1993 die Rittmeister-Arbeitsgruppe als Projektgruppe der DPG-AG am Institut für Psychotherapie e.V. Berlin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einmal im Jahr stattfindende Gedächtnis-
Belastet durch das Erbe des „Reichsinstituts“ sind wir in besonderer Weise verpflichtet, die politische Verantwortung der Psychoanalyse ernst zu nehmen – sowohl im Hinblick auf Erinnerungsarbeit, als auch im Hinblick auf Gegenwartsfragen. Das kulturelle Potential der
Psychoanalyse gerät auch heute immer wieder in Gefahr – statt permanente Aufgabe zu sein.

„Wenn die Psychoanalyse aufhört zu demaskieren, das Ungeheure zu entlarven und sich mit der Arroganz und dem Machtmissbrauch unkontrollierter Herrschaftsstrukturen widerspruchslos zu arrangieren versucht, hört sie auf, „skandalös“ zu sein, was sie von Anfang an gewesen ist; sie denaturiert ihren eigenen Anspruch und reduziert sich selbst zu irgendeiner Therapieform, die selbst noch in Zeitläuften tiefster Unfreiheit zu gebrauchen ist.“ (Keilson 1995)


Behandlungspraktische Werkstatt: "Dem/der Psychoanalytiker/in über die Schulter geschaut"

Die Behandlungspraktische Werkstatt wurde 2006 von Aus-und Weiterbildungsteilnehmenden ins Leben gerufen und seitdem organisiert. Die Idee ist, einem/einer erfahrenen Psychoanalytiker/in bzw. Psychotherapeut/in bei der Arbeit "über die Schulter zu schauen". Oft wird ein (anonymes) Stundenprotokoll einer Behandlung vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung ist offen für A/WBT und Mitglieder. Die Termine werden im Veranstaltungskalender veröffentlicht. Folgende Behandlungspraktische Werkstätten fanden statt:

Behandlungspraktische Werkstatt #1:
„Probleme bei der Beendigung von Psychoanalysen“
Gast: Dr. phil. Dipl.-Psych. J.G. Reicheneder

Behandlungspraktische Werkstatt #2:
„Ich weiß nicht…“ - Auf dem Wege zur Übertragungsdeutung. Spezifische Probleme aus der Behandlung einer Adoleszenten
Gast: Dipl.-Psych. A. Gätjen-Rund

Behandlungspraktische Werkstatt #3:
„Acknowlegement: Ein Beitrag zur Emanzipation des Patienten – ein Fallbericht“
Gast: Dr. phil. Dipl.-Psych. Armin Pollmann

Behandlungspraktische Werkstatt #4:
„Ein Traum wird erzählt.“ - Die Beschäftigung mit einem Traum in einer psychoanalytischen Behandlung
Gast: Dipl. Psych. Monika Schnell

Behandlungspraktische Werkstatt #5:
"Behandlungstechnik im Lichte verschiedener psychoanalytischer Theorien“
Gast: Prof. Dr. Horst Kächele

Behandlungspraktische Werkstatt #6:
"Das musst du bei dir behalten" - Die Arbeit mit dem Introjekt in der Behandlung eines früh traumatisierten Mädchens
Dipl. Psych. Irmgard Kreft

Behandlungspraktische Werkstatt #7:
„Die Bedeutung der fehlenden 4. Stunde: Vergleich einer 4-stündigen und 3-stündigen
Behandlungsphase einer langjährigen Analyse am Beispiel des Verlaufs einer Behandlungswoche.“
Gast: Dipl.-Psych. Karin Zienert

Behandlungspraktische Werkstatt #8:
"Ich weiß, dass du mich haßt" - - die Macht der verfolgenden Objekte - aus der Behandlung eines 10-jährigen Mädchens
Gast: Cornelia Berg

Behandlungspraktische Werkstatt #9:
„Kaltgestellt auf der Arbeit.“ Wenn gesellschaftliche und soziale Konflikte Einzug in die Psychotherapie halten.
Gast: Dipl.-Psych. Alfons Göttke

Behandlungspraktische Werkstatt #10:
„Arbeit an der Übertragung? Arbeit in der Übertragung!“ (J. Körner, 1989): 20 Jahre später: controversial discussion
Gäste: Dipl.-Psych. Cornelia Rosenow (Fallvorst.), Dr.med. Cornelia Wagner, Dr. phil. Dipl.-Psych. Tilo Naatz, Prof. Dr. Jürgen Körner

Behandlungspraktische Werkstatt #11:
„Ach, scheiß Borderline!“: Über die Behandlung einer 19jährigen Jugendlichen
Gast: Martina Drust

Behandlungspraktische Werkstatt #12:
„Ich weiß nicht – und ich hab auch gar keine Lust, es zu wissen“ - Genetische Deutungen in der analytischen Situation
Gast: Dr. Irma Gleiss

Behandlungspraktische Werkstatt #13:
"Im Schatten des Vaters" - Diskussion klinischer und behandlungspraktischer Aspekte anhand eines Stundenprotokolls
Gast: Dr. Kurt Höhfeld

Behandlungspraktische Werkstatt #14:
„Man kommt nicht ran und man kommt nicht raus“ - Wenn sich Patient und Analytiker mit Hilfe von Worten und Körpersprache vor dem Unaussprechbaren schützen
Gast: Dr. Alfred Bringmann

Behandlungspraktische Werkstatt #15:
"Wenn die Seele det nich weeß, denn nützt det ja nüscht." Triangulierungsschritte mit Eltern
innerhalb einer analytischen Kindertherapie
Gast: Heilwig Lorenz

Behandlungspraktische Werkstatt #16:
Fachrichtungen im Dialog: Thilo Eith (PaIB) und Gustav Bovensiepen (JIB) diskutieren
klinische und behandlungspraktische Aspekte anhand des Stundenprotokolls eines Lehranalytikers

Behandlungspraktische Werkstatt #17:
„… es gibt noch keine Brücke… weil der Bär sich angesteckt hat.“ Von Leid und Freud in einem videografierten Erstgespräch mit einem 5j. Jungen
Gast: Ulrike Held

Behandlungspraktische Werkstatt #18:
"Die Gretchenfrage: Wie halten Sie es mit der TfP?"
Gäste: Alfons Göttke (AP), Patrick Herrmann (AKJP), Werner Köpp (PsA), Anne Springer (AP) diskutieren anhand eines Stundenprotokolls aus einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie von Iris Baisch (Psa) die Arbeit am Fokus und den Umgang mit der Übertragung

Behandlungspraktische Werkstatt #19:
"Gesättigte und ungesättigte Deutungen"
Gast: Herbert Will

Behandlungspraktische Werkstatt #20:
Stundenprotokoll mit Fokus "Gender und Sexualität".
Gast: Frau Prof. Ilka Quindeau.

Behandlungspraktische Werkstatt #21:
"Jungianisch-Freudianische Perspektiven auf ein Stundenprotokoll/Traumprotokoll."
Gäste: Claus Braun & Louise Schmidt-Honsberg.

Reihe: Behandlungspraktische Werkstatt
Kontakt: bpw_berlin@web.de





DOWNLOADS zum Thema
Überblick Couchkultur-Veranstaltungen 2007 - 2013


Letzte Änderung: 10.07.2017