IfP/JIB, Hauptstr. 19, Berlin-Schöneberg
Freitag 08.12.2017 20:00 Uhr
Eintritt: frei

Prof. Dr. Hans Hopf /Arbeitskreis Analytische Psychologie

„Träume von Kindern in Diagnose und Psychotherapie“

Der Vortrag befasst sich mit den Träumen von Kindern und Jugendlichen. Diese finden in der Psychotherapie nicht jene Beachtung, wie das bei Erwachsenen geschieht. Ursache dafür ist, dass kleinere Kinder seltener Träume erzählen und kaum Einfälle äußern. Für das Bewusstsein ist es zum einen die Position des Erwachsenen als Autoritäts- und Über-Ich-Figur, die eine uneingeschränkte Aufrichtigkeit von Seiten des Kindes verhindert. Vermutlich misstraut das kindliche Ich, so meinte A. Freud, aber auch seiner eigenen Widerstandskraft dem Triebleben gegenüber. Deshalb bedeutet das volle Ausschalten von Kritik und Zensur eine größere Gefahr als für den reifen Menschen. Das fehlende Assoziieren wurde darum durch das freie Spiel ersetzt, und die Arbeit mit den Träumen bei Kindern etwas vernachlässigt. Dabei bieten Kinderträume einen wunderbaren Fundus an, sowohl zur Erstellung einer Diagnose, als auch zum Einstieg in eine tiefere Bearbeitung von Konflikten. Im Vortrag sollen die wichtigsten Erkenntnisse über das Träumen von Kindern und Jugendlichen aus kinderpsychoanalytischer Sicht referiert werden, u. a. die Bedeutung der Entwicklung und der Geschlechtsunterschiede, sowie die Funktionen des Kindertraums. An Beispielen wird aufgezeigt, wie es möglich ist, psychoanalytisch mit Träumen zu arbeiten. Schwerpunkte des Vortrags sind: Der Traum in der Diagnostik, sowie die behandlungstechnischen Erfordernisse in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen.

Flyer hier