Allgemeine Informationen

Das Institut für Psychotherapie e.V. Berlin bietet mehrere staatlich anerkannte Aus- und Weiterbildungsgänge an


Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Zugangsbedingungen zur Aus- und Weiterbildung sowie Informationen zur Bewerbung.

Grundberuf: Arzt/Ärztin, Psychologe/Psychologin
  • Psychoanalyse
  • Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie
für Erwachsene, Kinder- und Jugendliche

Grundberuf: Pädagoge/Pädagogin, Sozialpädagoge/Sozialpädagogin
  • Psychoanalyse
  • Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie
für Kinder und Jugendliche

Grundberuf: Arzt/Ärztin

Erwerb der Weiterbildungsanteile für den Facharzt (Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie und für die fachgebundene Psychotherapie)




Einsteigen
An unserem Institut werden Aus- bzw. Weiterbildungsgänge sowohl für eine spätere psychotherapeutische Berufstätigkeit mit Erwachsenen als auch für eine solche mit Kindern und Jugendlichen angeboten.

Im Wesentlichen hängt es von den Grundberufen ab, welche Ausrichtung gewählt werden kann, die persönliche Neigung kommt dann dazu. So können sich PsychologInnen je nach persönlichen Vorlieben für die Arbeit mit Erwachsenen oder die Arbeit mit Kindern entscheiden. Auch für ÄrztInnen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, abhängig von der (angestrebten) Facharztausbildung und den eigenen beruflichen und persönlichen Interessen. Den BewerberInnen aus pädagogischen Berufen stehen solche Wahlmöglichkeiten hingegen nicht offen, sie sind laut Psychotherapeutengesetz ausschließlich zur Ausbildung zum KJP bzw. AKJP zugelassen.

Darüber hinaus bietet unser Institut Kombinationsmöglichkeiten im Erwerb der Qualifikationen für die Arbeit mit Erwachsenen und Kindern an.

Tiefenpsychologie oder Psychoanalyse?
Wir verstehen tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als ein psychoanalytisches Behandlungsverfahren. Somit ist die Vermittlung von Theorie und Praxis eingebettet in die Tradition psychoanalytischen Denkens.

Theorie und die Praxis der Psychoanalyse

sind die unverzichtbaren Grundlagen für jede der durch unser Institut angebotenen Aus- und Weiterbildungen. Damit rückt auch die Frage der Ausgestaltung der für den zukünftigen Psychotherapeuten so wichtigen eigenen Selbsterfahrung ins Blickfeld:

Lehrtherapie oder Lehranalyse?
Darin liegt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Ausbildungsangebote. Nach Gesetz sind lediglich 120 Stunden Selbsterfahrung vorgeschrieben, die natürlich weit weniger Ausbildungskosten verursachen als eine langjährige Lehranalyse. Dennoch empfehlen wir auch unseren AusbildungskandidatInnen in Tiefenpsychologie eine Lehranalyse – für die „verklammerte Ausbildung“ sowie die psychoanalytische Fachkunde ist sie selbstverständlich. Mit dieser Empfehlung möchten wir für die tiefenpsychologisch fundierten Behandlungen eine hohe Qualität sichern, wie sie sich nur durch intensive Selbsterfahrung des Therapeuten herstellen lässt. Wir sind der Überzeugung, dass bei einer themen- und konfliktzentrierten oder ich-stützenden tiefenpsychologisch fundierten Behandlung an die Empathiefähigkeit des Therapeuten, an seine Introspektionsfähigkeit, an sein Vermögen, Übertragungs- und Gegenübertragungsvorgänge zu erfassen und damit umgehen zu können sowie an die Arbeit mit der Regression keine geringeren Anforderungen gestellt sind als in einer psychoanalytischen Behandlung. Für zukünftige Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen z. B. ist der Umgang mit regressiven Prozessen, die noch schwieriger zu steuern sind als in einer Erwachsenenbehandlung, eine Herausforderung, die eine eigene Erfahrung mit regressiven Prozessen voraussetzt.

Zusteigen
Auch wenn Sie also für Ihre geplante Berufspraxis "nur" die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Qualifikation benötigen, weil Sie z. B. in einer Klinik arbeiten wollen, empfiehlt sich eine gründliche Ausbildung, deren Kosten sich letztlich in einer erfolgreichen und befriedigenden Berufspraxis bezahlt machen werden.

Umsteigen
Ein wichtiger Hinweis darf nicht fehlen: Sie haben an unserem Institut die Möglichkeit, aus einer begonnenen Qualifikation in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie umzusteigen in die „kombinierte Ausbildung“, mit der sie zusätzlich die Fachkunde bzw. Bereichsbezeichnung „Psychoanalyse“ erlangen können. Für die Berufstätigkeit in eigener Praxis erwerben Sie damit eine umfassende Qualifikation in Psychoanalyse und zusätzliche Abrechnungsmöglichkeiten. Bei einem Umstieg wird Ihnen die bereits absolvierte Theorieausbildung vollständig angerechnet sowie auch das möglicherweise bereits durchgeführte psychiatrische Praktikum. Ein Wechsel in eine Lehranalyse ist dann natürlich verbindlich und für weitere Aus- bzw. Weiterbildungsschritte müssen ggf. Lehranalysestunden zunächst nachgeholt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer an einem anderen Institut begonnenen Qualifikation in die „kombinierte Ausbildung“ an unserem Institut umzusteigen, es erfolgt dann eine jeweils individuelle Beurteilung der anzurechnenden Anteile.

Orientierungssemester:

Studierende haben im Rahmen verfügbarer Studienplätze und bei persönlicher Eignung die Möglichkeit zu einem Orientierungssemester.

Informationssemester:

Ärzte, Diplom-Psychologen und Angehörige anderer akademischer Berufe können als Gasthörer an einer zweisemestrigen Information über die theoretischen Grundlagen der Aus-/Weiterbildungen teilnehmen. Die Zulassung erfolgt nach Maßgabe vorhandener Plätze und bei persönlicher Eignung. Sie beinhaltet nicht die Möglichkeit eines Erwerbs berufs- bzw. sozialrechtlich relevanter Qualifikationen.

Bewerbung

Information/Fragen
Gern können Sie sich auch die Infomappe mit den detaillierten Aus- und Weiterbildungsordnungen zusenden lassen. Diese erhalten Sie über das Sekretariat des IfP. Wenn Sie spezielle Fragen zur Aus- und Weiterbildung haben, wenden Sie sich bitte an die Leitung des Unterrichtsausschusses der gewählten Fachrichtung.

Bewerbungsfristen
Aus- und Weiterbildungsbeginn ist immer im September eines Jahres. Die Bewerbung und Zulassung zur Aus- und Weiterildung ist jedoch jederzeit möglich. Nach der Zulassung können Sie bereits an den Theorieveranstaltungen teilnehmen und ggf. mit der praktischen Tätigkeit nach PThG beginnen.

Bewerbung für die Aus- und Weiterbildung (auch 2. Fachkunde)
Bitte reichen Sie im Sekretariat folgende Unterlagen ein
  • Bewerbungsformular
  • Handgeschriebener Lebenslauf
  • Foto
  • (Diplom) Zeugnis (beglaubigte Kopie) bzw. Approbationsurkunde
Zulassung
Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach Maßgabe der genannten Vorraussetzungen, der persönlichen Eignung und der zur Verfügung stehenden Plätze getroffen. Sind die formalen Bedingungen erfüllt, werden Sie zu Zulassungsinterviews eingeladen.

Bewerbung für die Zusatzqualifikation Gruppenanalyse
Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten des Berliner Instituts für Gruppenanalyse (BIG)


LINKS zum Thema
Ausbildungsförderung


Letzte Änderung: 04.12.2011